
Mercury-basierte UV-Härtungssysteme etwas intelligenter machen
Seit langem sind Standard-Mercurydampflampen die zuverlässigen Arbeitstiere in der Industrie. Sie funktionieren einfach – doch wir bewegen uns langsam weg von der Praxis, einfach nur die Lampe auszutauschen, sobald sie kaputt ist. Die neue Vorgehensweise besteht darin, alles in Echtzeit im Auge zu behalten – man überwacht genau, wie viel Energie verbraucht wird, und beobachtet außerdem, wie die UV-Stärke mit der Zeit abnimmt.
Was passiert eigentlich in diesen langlebigen Lampen?
Wenn man sich solche langlebigen Lampen ansieht, zahlt man im Grunde für besseren Quarz sowie eine präzisere Gasmischung. Ziel ist es, zu verhindern, dass die Elektroden zu schnell abgenutzt werden. Dabei geht es darum, den Druck des Merkurdampfs konstant zu halten. Dadurch bleibt die UV-Leistung über Tausende von Stunden hinweg konstant. Man muss nicht mehr raten, ob das Licht noch stark genug ist – die Leistung bleibt einfach konstant.
Energieüberwachung
Interessant wird es durch die Energieüberwachung. Anstatt ständig zur Maschine zu gehen und zu fragen, „Ist diese Lampe noch stark genug?“, oder darauf zu warten, bis sie völlig ausgeht, übernehmen Sensoren diese Aufgabe. Sie überwachen die Leistung und Intensität des Lichts. Man weiß genau, in welchem Moment die Leistung unter das Niveau fällt, das für die Härtung der Teile notwendig ist. Keine Vermutungen mehr.
Überblick über alle Prozesse
Durch den Einsatz von „intelligenter“ Technologie kann man alle Härtungsprozesse auf einem einzigen Bildschirm überwachen. Das ist eine große Erleichterung. Man kann bereits frühzeitig erkennen, wenn eine Lampe versagt oder ein Reflektor verschmutzt ist – bevor dadurch ganze Chargen von Produkten beschädigt werden. Dadurch wird die Wartung von einer reinen Hoffnung auf das Beste zu etwas, das man tatsächlich kontrollieren kann.
Die Nachteile (denn nichts ist perfekt)
Es handelt sich dabei nicht um eine einfache Lösung. Durch die zusätzliche Überwachung wird die Verkabelung etwas komplizierter. Man benötigt Signalwandler, um die Daten der Lampen ins Netzwerk zu übertragen – das ist wiederum etwas, was man einrichten muss.
Und ein Hinweis: Diese Hochleistungslampen werden wirklich sehr heiß. Wenn die Kühlfanaten ausfallen, kann die Hitze die Sensoren zerstören, noch bevor die Lampe wirklich ausfällt. Beim Planen des Kühlsystems sollte man sicherstellen, dass dieses auch die Hitze der Lampen sowie der neuen Hardware bewältigen kann. Andernfalls kauft man nur teure Sensoren, die nur dazu dienen, zu beobachten, wie sie schmelzen.