
Auf einer Hochgeschwindigkeits-Offset- oder Flexodruckmaschine zählen Millisekunden. Pro Schicht werden Zehntausende von Aushärtungsprozessen durchgeführt – das Problem liegt nicht im Tintenmaterial, sondern darin, ob die Lampe ohne Probleme einschalten, ausschalten und wiederholen kann. Herkömmliche Quecksilberröhren reagieren langsamer – dadurch entstehen ungleichmäßige Aushärtungsergebnisse.
Was wirklich wichtig ist: Wir haben die 5kW-starke UV-Lampe mit einer Kathodenkonstruktion entwickelt, bei der die Wärmeinertiefe möglichst gering ist. Die Geometrie sowie das emittierende Material wurden so gewählt, dass sie schnell erwärmt und abgekühlt werden können – dadurch stabilisiert sich der Lichtbogen bereits nach wenigen Millisekunden nach jedem Einschalten. In Kombination mit einer Quarzkapsel sowie einer optimierten Quecksilberdampfdruck kontrolliert die Lampe das Spektrum über den UVA-Bereich hinweg. Dadurch entstehen starke 365nm- und 385nm-Linien, die perfekt zur Absorption durch Photoinitiatoren passen und eine schnelle Verklebung ermöglichen.
Die maximale Strahlungseinheit bleibt konstant – somit bleibt auch die Dosis (mJ/cm²) innerhalb des gewünschten Bereichs. Bei einer Leistung von 5kW erhält man einen hohen Photonenfluss, ohne dass die Elektroden stark belastet werden.
Warum dieses Design funktioniert: Bei schnellen, wiederholten Belastungen – also Hunderttausenden von Aushärtungsprozessen pro Schicht – führt die thermische Belastung dazu, dass herkömmliche Kathoden versagen. Unser Kathodendesign verhindert diese Degradation und sorgt dafür, dass die Emission sowie die Stabilität des Lichtbogens konstant bleiben. Das Ergebnis sind gleichmäßige Aushärtungsprozesse auf dünnen Filmen und beschichteten Substraten – keine Unterahärtung am Rand sowie kein Überhitzen des Substrats.
Was man beachten muss: Die Lampe muss zum Reflektor sowie zur Stromversorgung passen. Eine 5kW-Quecksilberlampe benötigt einen Antrieb, der die Spannung konstant hält und häufiges Einschalten ohne Stromüberschläge bewältigt. Stellen Sie außerdem sicher, dass die dichroitische Beschichtung des Reflektors zum gewünschten Spektrum passt – sonst wird die Energie einfach als Wärme abgegeben.
Ozon ist bei kurzen Wellenlängen ein Problem. Verwenden Sie daher eine lampe ohne Ozongenerierung – oder schaffen Sie eine Abgasanlage für Ozon. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Abstand zwischen Lampe und Substrat dem gewünschten Strahlungsprofil entspricht. Mit zunehmendem Alter der Lampe nimmt die Leistung ab – daher sollten regelmäßige Messungen durchgeführt werden, um eine konstante Dosis zu gewährleisten.